Gesellschaft für Tanzforschung
Wir schaffen Begegnung!
  • Kimosphere no. 3

    Johannes Birringer - DAP-Lap

  • Fog sculpture by Fujiko Nakaya

    Performance by Min Tanaka | Tate Modern, London 2017  ©Claudia Robles-Angel

  • Seed Scarification

    Bartaku, 2018

  • Arlander Rainy Day in Rekdal

       

  • Kolliopoulou - Seabed still

        

  • Kellukumpu - dancemat

       

gtf-Symposium 2018 "Tanz der Dinge / Things that dance"

Die Gesellschaft für Tanzforschung lädt zu einem Symposium vom 5.-7. Oktober 2018 am KIT - Karlsruher Institut für Technologie ein, das dem Thema „Tanz der Dinge/Things that dance“ gewidmet ist.

 

Dinge, die sich bewegen, bewegt werden – oder andere/s bewegen, erfahren in der gegenwärtigen Tendenz eines neuen Materialismus besondere Aufmerksamkeit. Objekte, physische Phänomene “belebte Materie,” mechanisierte oder animierte Systeme, die Auseinandersetzung über maschinelle Bewegung und die Interaktion von menschlicher und nicht-menschlicher motorischer Energie als Beispiele einer “politischen Ökologie der Erfahrung” verbinden die Auseinandersetzung über neue tanzphilosophische Reflexionen (vgl. Erin Manning & Brian Massumi, Thought in the Act) mit choreographischen, theatralen und medialen Installationspraktiken sowie einer neuen Auseinandersetzung mit Themenfeldern wie hybrider materieller Performancekonzepte in Verbindung mit politischen Theorien (bspw. Jane Bennett, Vibrant Matter: A Political Ecology of Things), mit ethnographischer und soziohistorischer Forschung im Bereich des Tanzes und der postdramatischen Theater- und Performancewissenschaft.

Zeitgenössische Fragen über die Handlungsfähigkeit von Objekten und die Macht der Materialisierung haben die Grenzen, die die Moderne zwischen belebten und unbelebten Dingen errichtet hatte, entschieden verschwimmen lassen. 

Die Reflexion des Tanzmaterials in der Bedeutungstransformation des Materiellen im Tanz zur Dance matter knüpft an die semiotische Transformation des Organischen seit den Klassischen Avantgarden an – die Wahrnehmung von Tanz als quasi-rituellem Akt ästhetischer Wandlung. Während zeitgenössische Choreographen und Tanzforscher angesichts neuen Denkens zwischen organischer und künstlicher Intelligenz Impulse materieller und mechanischer Art choreographisch integrieren, bestehen zugleich ein revitalisierter Zulauf zu rituellen Tanzevents und eine Tendenz der choreographischen Inszenierung von Ritualen. Die Diskussion einer „Neoritualität“ ist bei diesem Symposium ein Fokus, der sich von der gegenüberliegenden Seite der Rolle der belebten Materie im Tanz annähert.

Kurator*innen: Prof. Dr. Johannes Birringer & Dr. Josephine Fenger

Organisationsteam: Dr. Christiana Rosenberg-Ahlhaus, Sabine Karoß, Luisa Appelles, Alexa Junge

 

 ZUM PROGRAMM

ZUR ANMELDUNG