Gesellschaft für Tanzforschung
Wir schaffen Begegnung!
  • "ZAPP!" My-Way-Ensemble

    Ch: Gabriele Gierz, Foto: Alexandra Heneka

  • Bildergalerie von Veranstaltungen des „Psychotherapeutischen Instituts für Tanztherapie“ in Hamburg.

    Fotograf Wolfgang Unger.

  • Anna Huber "tasten"

    Fotografin: Caroline Minjolle

  • "ZAPP!" My-Way-Ensemble

    Ch: Gabriele Gierz, Foto: Alexandra Heneka

  • Tanzforschung

    Fotograf: Andreas Greber

  • Rekonstruktion von Fremdes Bild (1938) Solo von Maja Lex

    getanzt von C. Ponzelar

CALL FOR PAPERS Jahrbuch 2019

Simo Kellokumpu, A dancemat (2018) ©Luca Forcucci

CALL FOR PAPERS "Tanz der Dinge / Things that dance"

Hg. Johannes Birringer & Josephine Fenger

 

Einsendeschluss: 15. Februar 2019

Dinge, die sich bewegen, bewegt werden – oder andere/s bewegen, erfahren in der gegenwärtigen Tendenz eines neuen Materialismus besondere Aufmerksamkeit.  Unser Buchprojekt Tanz der Dinge/Things that dance (transcript Verlag) widmet sich diesen Bewegungen.

Objekte, physische Phänomene “belebte Materie,” mechanisierte oder animierte Systeme, die Auseinandersetzung über maschinelle Bewegung und die Interaktion von menschlicher und nicht-menschlicher motorischer Energie als Beispiele einer “politischen Ökologie der Erfahrung” verbinden die Auseinandersetzung über neue tanzphilosophische Reflexionen (vgl. Erin Manning & Brian Massumi, Thought in the Act) mit choreographischen, theatralen und medialen Installationspraktiken  sowie einer neuen Auseinandersetzung mit Themenfeldern wie hybrider materieller Performancekonzepte in Verbindung mit politischen Theorien (bspw. Jane Bennett, Vibrant Matter: A Political Ecology of Things), mit ethnographischer und soziohistorischer Forschung im Bereich des Tanzes und der postdramatischen Theater- und Performancewissenschaft.

Dinglichkeit und Mythos im Tanz sind einer Bedeutungsverschiebung unterworfen, die „epistemische Dinge“ (Hans-Jörg Rheinberger, Experimentalsysteme und epistemische Dinge, 2006) privilegiert: vor der Bedeutungsaufladung des Objekts interessiert die Eigendynamik der Materie und definiert einen Schwerpunkt der Performanceästhetik neu. Objektorientierte, immanente Kunst- und Performance-philosophische Ansätze gehören zu dieser eindringlichen Beschäftigung mit dem Material und seiner Formbarkeit und Fähigkeit zur Formung, mit Leben und Tod von Dingen, Entitäten, die zuvor als unbelebte, passive Objekte, als inaktive Materie galten. 

Die Reflexion des Tanzmaterials in der Bedeutungstransformation des Materiellen im Tanz zur Dance matter knüpft an die semiotische Transformation des Organischen seit den Klassischen Avantgarden an – die Wahrnehmung von Tanz als quasi-rituellem Akt ästhetischer Wandlung. Während zeitgenössische Choreographen und Tanzforscher angesichts neuen Denkens zwischen organischer und künstlicher Intelligenz Impulse materieller und mechanischer Art choreographisch integrieren, bestehen zugleich ein revitalisierter Zulauf zu rituellen Tanzevents und eine Tendenz der choreographischen Inszenierung von Ritualen. Die Diskussion einer „Neoritualität“ ist in diesem Buch ein Fokus, der sich von der gegenüberliegenden Seite der Rolle der belebten Materie im Tanz annähert.

Das Karlsruher Symposium (5.-7. Oktober) Tanz der Dinge/Things that dance liegt  hinter uns; die Kuratoren werden auch das Jahrbuch Tanzforschung Bd. 29 (2019) herausgeben; Beiträge aus der Forschung sowie Artist Pages auch von Wissenschaftler*innen und Künstlern, die nicht in Karlsruhe dabei sein konnten, sind willkommen. Nähere Hinweise zum Abfassen/Einsenden der Beiträge werden als download durch die gtf zur Verfügung gestellt. Für Rückfragen stehen die Herausgeber*innen gerne zur Verfügung. Es werden Beitrage in englischer, deutscher, französischer, italienischer und spanischer Sprache akzeptiert.

 

CALL FOR PAPERS als Download (English Version here)

Allgemeine Hinweise zur ManuskriptgestaltungStyle Guide for Manuscript Design

Vorschläge und Manuskripte: 15. Februar 2019 / Redigierte Manuskripte: 15.Mai 2019

Publikation: September 2019

Abstracts und abgeschlossene Beiträge an:

Prof. Johannes Birringer & Dr. Josephine Fenger: josephinefenger@googlemail.com